Ball-Sport

Ich habe ja mal Sport gemacht. Ziemlich viel und ziemlich gerne. Das mochte ich. Ich bin glücklicherweise ein Laufen-macht-mich-zufrieden-und-meinen-Kopf-frei-Mensch. Dass nicht jeder so ist, weiß ich aus zuverlässiger eheinterner Quelle. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten hab ich es kräftemäßig kaum geschafft, die Knie hoch genug zu heben, um mich nicht nur schlurfend durch Raum und Zeit zu bewegen. Und ich hatte auch die Befürchtung, dass es bis zu meinem Lebensabend so bleibt. Schließlich war ich noch nie schwanger und erst recht nicht mit Zwillingen.

Sport und Streaming-Dienste

Doch ab der 12. Schwangerschaftswoche ging’s bergauf. An mein früheres Sportpensum ist zwar nicht zu denken – es sei denn ein umliegendes Klinikum stellt mir ein Sauerstoffzelt zur Verfügung – aber Bewegung gehört sehr, sehr zu mir und zu meinem Leben. Genauso wie Serien-Gucken bis zum Exzess. Und wie kann man beides konstruktiv verknüpfen? Richtig! Durch ein adäquates Trainingsgerät und einen Streaming-Dienst. Also erstand ich bei Decathlon für kleines Geld einen ziemlich hässlichen Ministepper und bei Amazon ein Prime-Abo.

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Nun gut, man muss sich jetzt nicht vorstellen, dass ich mit der Kugel stundenlang auf dem Stepper stehe, bis das der Schweiß in Strömen fließt. Aber ich versuche, etwa jeden zweiten Tag 15 bis 20 Minuten auf der quietschegelben Kiste zu verbingen – und ich kann sagen, dass das momentan ausreicht, um mich aus der Puste zu bringen. Außerdem versuche ich einfach, viel Fahrrad zu fahren (so lange ich mein Bein noch über die Stange des mir eigenen Herrenrads schwingen kann) und zu laufen. Also zu Fuß. An Joggen ist derzeit atemtechnisch nicht zu denken und empfiehlt sich in einer Zwillingsschwangerschaft auch aus anderen Gründen meiner Meinung nach nicht unbedingt.

Juli-Yoga mit Susanne und Bree

Die restliche Zeit, die so eine Serien-Folge meist dauert, verbringe ich mit etwas, das ich als Yoga bezeichne. Gut, das steigende Körpergewicht wirkt sich etwas kontraproduktiv auf meine Anmut im Allgemeinen aus, aber ich versuche, darüber großzügig hinweg zu sehen. Ernsthafte Yogiretten würden es sich vermutlich verbitten, während der Übungen „Desperate Housewifes“ (ja, ich weiß, ich bin vermutlich die Letzte in Deutschland, die das aktuell guckt) zu schauen, aber ich finde Bree Van de Kamp, Susanne Mayer und Co. entspanen mich auch ziemlich adäquat. Ich kann ja trotzdem dabei gaaanz tiiieeef in den Bauch atmen.

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Die Übungen kenne ich noch von früheren Yoga-Stunden. Eine DVD zu Schwangerschafts-Yoga musste ich leider nach der 30. Sekunde wieder ausstellen, als ich dazu aufgefordert wurde meinen Bauch in beide Hände zu nehmen und minutenlang ausgiebigst „Oooooommmmmmmmm“ zu sagen. Das war mir unheimlich.

Weil ich fest daran glaube, mit Rückenübungen die allerschlimmsten Schmerzen verhindern zu können, die so ein Doppelkind-Bauch an meiner Rückseite auslösen kann, hänge ich meist noch ein paar Hantelübungen hinten dran, und dann fühl ich mich gut und gestählt für die Wochen, die noch vor mir liegen. Ob mein Konzept einer „fit pregnancy“ aufgeht – wir werden sehen…

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