Das Alleinsein der Mütter

Höre dir die Folge als PODCAST an:


Es ist dieses Alleinsein. Dieses Alleinsein, das nur Mütter kennen. Diese Alleinsein, das total mürbe machen kann. Ich habe es noch all zu gut in Erinnerung aus der Zeit, in der ich Vollzeit-Mama und die Kinder noch nicht in der Betreuung waren. Aber es ist auch jetzt noch oft präsent, da wir schon Plätze bei der Tagesmutter haben. Durch diverse Krankenstände schaffen wir dort derzeit bestenfalls eine Drei-Tage-Woche. Bestenfalls.

Die Winter sind besonders hart

Es trifft mich im Winter besonders hart. Wenn das Wetter keinen Freigang zulässt. Wenn die Kinder krank sind und wir schlimmstenfalls für Tage ans Haus gefesselt ist. Bildlich gesprochen. Aber es hat schon etwas von Geiselhaft. Oder wenn beides zusammenkommt.

Dann vergehen manchmal Tage und Wochen, in denen ich kaum mit erwachsenen Menschen spreche. Ich kommuniziere. Natürlich. Mit den Kindern und mit meinem Mobiltelefon. Ich spreche und tippe in Apps hinein und hoffe, dass mir schnell jemand antwortet. Und auf der anderen Seite versuche ich, mir das Gerät in Anwesenheit der Zwillinge so wenig wie möglich vor’s Gesicht zu halten. Aber ein richtiges Gespräch mit einem echten Menschen über Dinge, die von Belang sind? Wann und wie auch?!

Bugaboo Donkey Zwillingswagen
Alltagsbeschäftigung einer Mutter: Züge angucken und auf Züge warten.

Ganz oft liebe ich es, mit den Kindern allein irgendwo draußen herum zu streunen – insbesondere, seitdem sie zur Tagesmutter gehen. Dann kann ich mich voll und ganz auf sie konzentrieren, und wir können zur Ruhe kommen.  Bei all‘ zu viel Input bin ich irgendwie schnell überreizt.

Doch der Grat des Gefühls, wann man in die Isolation abrutscht, ist echt schmal. Das habe ich im zweiten Jahr meiner Elternzeit zu spüren bekommen. Die meisten Mütter waren schon wieder an der Schüppe und die Kinder in der Betreuung. So waren wir alleine unterwegs. Vormittags standardgemäß, zuweilen auch an den Nachmittagen.

Verlassene Spielplätze

Jeden Morgen habe ich mich auf und über verlassene Spielplätze gewundert und mich gefragt, wo sie denn alle nun stecken. Alle in der Kita? Ernsthaft? Es ist jetzt nicht so, dass ich den ungepflegten Smalltalk mit wahllos jeder Fremdmutter liebe, aber gewundert habe ich mich schon.

Mit der Zeit fühlt sich das Alleinsein zuweilen echt erdrückend an. Dabei ist man de facto ja nicht alleine. Dafür ist es hier viel zu laut. Hier vertreiben zwei zweieiige Zwillingsjungs die Stille. Manchmal leider mit sehr viel Streitgebrüll. Insbesondere, wenn einer von ihnen oder alle beide krank sind.

Mama ist permanent gefordert

Aber das ist ja gerade das Perfide an dieser mütterlichen Einsamkeit: Einerseits muss ich dann den ganzen Tag lang – und oft genug noch nachts – reaktiv sein. Ich bin permanent gefordert, erkläre, schlichte Streit, tröste, spiele, lese Bücher vor, beantworte Fragen und Bedürfnisse.

Und gleichsam bleibt man kognitiv total im Keller. Denn Wäsche in die Waschmaschine stopfen, den Trockner entleeren und das Chaos in der Küche bekämpfen sind mental jetzt nicht die erheiterndsten Dinge. Zumindest für mich nicht.

Das Gegenüber fehlt

Das ist eine höchst seltsame und anstrengende Mischung aus Über- und Unterforderung, wie ich finde. Da sind zwar zwei kleine Menschen, die mir auch viel Verzückung bescheren. Aber ich kann diese Verzückung kaum teilen und dem Mann erst abends oder via Smartphone aus zweiter Hand mitgeben. Und Verzückung über die Kinder ist fein und glücksspendend, aber sie ist kein Gegenüber, das ich in Freunden habe oder früher im Beruf mit meinen Kollegen hatte.

Dadurch, dass ich freiberuflich arbeite, fallen mittlerweile auch diese Kontakte weg. Doch wenn die Kinder gesund sind, kann ich wenigstens mal mit anderen Mompreneurs telefonieren, und ich verabrede mich und die Brut an den Nachmittagen irgendwo zum Spielen.

Mama mit Kleinkindern Spaziergang zweijährige Zwillinge
Team Alltag: Mama mit den Zwillingen.

Doch gerade zu dieser Jahreszeit holt die Einsamkeitskeule gerne besonders weit aus. Die Zwillbos sind zuweilen zu angeschlagen, um tagsüber das Haus zu verlassen, so dass mir sogar der Dialog mit der Bäckereifachverkäuferin als kompetentes Erwachsenengespräch verwehrt bleibt. Dabei sind Menschen wie sie doch seit mehr als zwei Jahren oft die einzigen Volljährigen, mit denen ich bis 18 Uhr persönlich spreche!

Der Mann geht morgens aus dem Haus, und wenn die Kinder mal wieder krank sind, möchte ich mich am liebsten vor der Tür auf den Boden werfen und „Bitte, geh nicht!!!“, flehen. Weil ich genau weiß, dass ich jetzt erstmal auf mich allein gestellt bin. Ich kann das. Ich bekomme das hier alles gut geregelt.

Austausch unter Erwachsenen fehlt

Aber manchmal fehlt mir einfach die Gesellschaft. Also die Gesellschaft eines Menschen. Eines erwachsenen Menschen. Derjenige müsste auch gar nichts machen, nicht mit anpacken, keine Kinder wickeln, anziehen oder bespaßen. Er müsste einfach nur da und für mich ansprechbar sein. Ein Mutti-Au-Pair quasi.

Statt vergeblich zu flehen bin ich an solchen Morgen aber tendenziell eher besonders unfreundlich. Nicht willentlich. Sondern weil ich ohnehin kein Morgenmensch bin. Morgens ist für mich zunächst einmal gefühlt das Leben zuende. Ich kann gut früh aufstehen, aber ich kann dann nicht gut was mit Menschen machen. Eher unpraktisch als Mama.

Ich bin das Morgengrauen

Ich bin dann leider oft etwas muffelig zu dem Mann, der sich meines Gefühls nach nun aufmachen darf in ein Eldorado aus Erwachsenen-Gesprächen, in ein Büro, das niemand mit Joghurt vollschmiert und dessen Fußboden nicht binnen weniger Minuten aussieht wie nach einer Hausdurchsuchung.

Ich bin gerne Mama. Aber ich bin auch gerne die, die ich darüber hinaus noch bin. An Tagen, die wir komplett drin verbringen müssen oder wir uns vor- und nachmittags auf Spielplätzen und in Parks herumtreiben, komme ich allerdings kaum dazu. Dann komme ich nach wie vor kaum dazu, mich in etwas anderes als meine Schlafanzughose zu schmeißen. Wenn es schlecht läuft.

Tages-Highlight Einkaufen gehen

Wenn es gut läuft, dusche ich, während die Kinder halbwegs gesittet spielen oder zumindest nicht die Wohnung in Schutt und Asche legen. Dann kann ich nebenbei so erquickliche Dinge tun wie Wäsche falten oder – wenn es der Gesundheitszustand aller Beteiligten zulässt – eben das Haus verlassen. Dann wird der Einkauf im Drogeriemarkt zum gesellschaftlichen Höhepunkt des Tages.

Und wenn es irgendwie geht, verlassen wir das Haus. Es muss schon viel geschehen, um mich davon abzuhalten, vormittags mit den Kindern an die frische zu Luft zu kommen. Und gerne auch noch mal nachmittags. Das kann eigentlich nur hohes Fieber. Denn Frischluft brauche ich mehr als jeden Kaffee.

Aber selbst, WENN man als daheim betreuende Mutter vormittags rauskommst, bedeutet das ja noch lange nicht, dass man sich großartig und ergötzlich mit anderen Menschen austauschen kann. Meistens musst man noch merkwürdige Fragen zu seinen Kindern beantworten oder andere unqualifizierte Gespräche abblocken. Aber man kommt wenigstens raus.

Zuhause wartet der Grinch

Verpasst mir die neueste Infektwelle des Nachwuchses hingegen Hausarrest, sieht’s echt bitter aus. Dann kommt abends zwar irgendwann ein erwachsener Mensch nach Hause, aber unter Umständen geb‘ ich dem dann erst Mal wegen irgendetwas so richtig bescheid. Weil es sonst die Kinder abbekommen würden. Oder der Mann hat vielleicht mal keine blendende Laune, weil es Ärger im Erwachsenen-Gesprächseldorado alias dem Büro gegeben hat.

Aber ich kann dann wenigstens mal für ein Stündchen die Verantwortung abgeben und zusehen, dass ich schleunigst meine Akkus irgendwie wieder ein bisschen auflade. Was aber, wenn keiner kommt? Gemäß der dem Bundesamt für Statistik sind 20 Prozent der Eltern in Deutschland alleinerziehend. Dass deren Angehörige das Fehlen des Partners zumindest in der Kinderbetreuung zeitweilig auffangen, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Yogamatte Turnen Kleinkinder Toben zuhause Chaos in der Wohnung
Die innere Mitte finden, während der Nachwuchs die Wohnung umgestaltet.

Meine Haus- und Hofstrategien für solche Zeiten sind nach wie vor Yoga und Meditation. Das müssen keine stundenlagen Hatha- oder Ommmmmm-Sessions sein. 12 Minuten Sonnengruß am Morgen, 20 Minuten Dehnen am Abend, 7 Minuten bewusstes Ein- und Ausatmen am Mittag reißen mehr raus als ich es selbst vor einem Jahr noch für möglich gehalten habe.

Wenn es irgendwie geht, muss ich wie gesagt an die frische Luft: Sauerstoff ist der Motor für müde Mütterhirne – zumindest für meins. Ausreichend zu trinken wird ebenfalls total unterschätzt. Auch wenn mir eher nach Weißwein wäre, trinke ich tagsüber überwiegend Wasser. Und Tee. Kaffee in Maßen. Auch abends trinke ich echt selten Alkohol, weil ich dann meistens schlechter schlafe.

Selbstfürsorge: vernünftiges Essen

Auch wichtig: gut essen. Und damit meine ich nicht nur ausreichend, sondern auch wirklich Gutes. Schokolade stärkt die Nerven kurzfristig – keine Frage. Aber ich persönlich fühle mich zumindest langfristig besser, wenn ich auf eine halbwegs ausgewogene Ernährung achte. Was mit Kindern im Nacken meiner Meinung nach eine ziemliche Herausforderung sein kann.

Ich bin immer bemüht, irgendwie zwischendurch und auch in Anwesenheit der Kinder abzuschalten und nicht permanent irgendwo rum zu räumen oder zu wischen. Gelingt mir aber nicht immer, da ein total chaotisches Umfeld mich oft noch mehr aufreibt. Aber ich versuche, es nicht ausarten zu lassen.

…und weil ich versuche, in solchen Zeiten ausreichend Schlaf zu bekommen, schließe ich jetzt den Laptop und bin gespannt, eure Strategien zu erfahren!

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26 Kommentare Gib deinen ab

  1. Karen sagt:

    Ich fühle mit dir! Die Große ist so alt wie deine beiden, der Kleine ist 14 Monate, der Gatte teilweise in 12h Schichtdienst…und ich meistens alleine mit dem Nachwuchs. Da ist der Spaziergang ein Highlight. Früher hab ich Winter geliebt, jetzt wird unsere Liebe auf eine harte Probe gestellt, weil er für meine Kinder in seinem Matsch- und Windgewand plus Erkältungsboni so wenig akktraktiv ist….

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    1. doppelkinder sagt:

      So ein knapper Altersunterschied – RESPEKT!!! Interessanterweise lief der Winter bis zum Jahresbeginn relativ entspannt – relativ. Aber Ende Januar sind wir nun alle gar…

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  2. sarah dubinski sagt:

    100% bei Dir. Derzeit oft am überlegen ob jetzt das äußere oder innere Chaos überwiegen, der Trockner oder der Spaziergang gerade wichtiger ist….Ich finde gute Radiosendungen oder Podcasts manchmal einen echten Rettungsring in den dunklen verregneten Krankheitstagen. Ich dachte immer DRadio würden nur meine Eltern hören, zack bin ich siebenunddreißig und habe drei Kleinkinder um mich rum und ertappe mich beim stillen mitdiskutieren in den Talkrunden :-). Ersetzt keinen Austausch mit anderen Erwachsenen aber gibt zumindest ein bisschen Gefühl von Teilhabe….Lieben Gruß aus dem Babycave

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    1. doppelkinder sagt:

      Stimmt, Radio/Podcast ist mal eine Idee. Ich befürchte nur, dass ich dann Ärger bekomme und stattdessen „Feuermann Sam“ hören muss 😀 Halte durch!

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  3. Anke sagt:

    Sorry, wenn ich schmunzeln muss. Unsere Zwillinge sind knapp jünger als eure und wir haben dieses Jahr noch keinen Betreuungsplatz für die Beiden. Ich weiß also gaaaanz genau, wie du dich fühlst und was du den ganzen Tag so meisterst. Inklusive den Mann anmeckern für „gar nix“, leider😜…

    Du bist spitze und erheiterst ständig meinem Tag👍👍👍. Hör bloß nicht auf mit deinem Blog. So weiß ich immer, was mich in Kürze erwartet😂.

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    1. doppelkinder sagt:

      Danke dir von Herzen für deine Worte, Anke! Zum Glück ist auch alles immer ein wenig zum Schmunzeln – spätestens, wenn etwas Zeit vergangen ist. Ich drück die Daumen, dass ihr schnell Unterstützung in der Betreuung findet!

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  4. Karin sagt:

    Es gibt das Mutti-Au-Pair! Wenn gar nichts mehr geht… Schau mal bei http://www.muetterpflege.de

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  5. kunterbunt79 sagt:

    Kann dich da sehr gut verstehen….

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  6. Fraudurst sagt:

    „Dann wird der Einkauf im Drogeriemarkt zum gesellschaftlichen Höhepunkt des Tages.“

    Bevor ich an dieser Stelle im Text war, habe ich genau DAS gedacht – einkaufen war teils auch mein Highlight. Oder alternativ das Altglas entsorgen. 😎
    Ich sollte nach 1,5jajren Elternzeit eine Bachelorarbeit quer-/Korrekturlesen und habe mich derart herausgefordert gefühlt wie schon lange nicht mehr…😅

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    1. doppelkinder sagt:

      :-DD Ja, Altglas!! Juhu, eine Aufgabe!!!! …Ich habe nach zehn Monaten die Bachelor-Arbeit meines Mannes Korrektur gelesen. Erstaunlicherweise hat er bestanden 😀

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  7. Pingi3107 sagt:

    Ich habe heute fast geheult,als ich deinen Beitrag gelesen habe.Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich arbeite zwar mittlerweile wieder,aber was fehlt ist einfach mal Zeit für mich und Ruhe. Meine Akkus sind schon lange leer und derzeit sehe ich auch keine Abhilfe. Was ab und zu hilft ist mein Laufband,aber was ich eigentlich brauche ist Schlaf.Sehr viel Schlaf. Eine Strategie habe ich somit leider derzeit nicht parat 😞

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    1. doppelkinder sagt:

      Ach Mensch, das geht mir jetzt so richtig nah! Kleine Zwillinge kosten echt sooo viel Energie, und dann noch die Arbeit dazu! Ich schicke dir eine dicke, fette Umarmung und ganz viel Kraft!!! Wir schaffen das!!!!

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  8. Kat-mom84 aka Katrin sagt:

    Ich habe so viel vergessen… Ich weiß damals haben mir auch Erwachsenen Gespräche gefehlt. Obwohl ich permanent eine andere Mutti 6 Tage die Woche gesehen habe und wir immer was unternommen haben, und sei es nur zusammen spazieren und einkaufen, so ist man auch irgendwann mal auf alternativen aus. Selten fehlt mir inzwischen der Erwachsenen Kontakt tagsüber. Die 3 jährige Quasselstrippe unterhält mich schon gut. Er war immer ein ruhiger Vertreter und hat viel geschlafen. Ich konnte immer mal wieder durchatmen. Jetzt achte ich auch auf regen Kontakt vor allem mit Kindern- Spielgefährten. Teilweise hab ich es im Sommer auch genossen alleine mit meinem Kleinkind ( zwischen 1 und 2 Jahre) im Sandkasten zu spielen.

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  9. Kat-mom84 aka Katrin sagt:

    Ich habe so viel vergessen… Ich weiß damals haben mir auch Erwachsenen Gespräche gefehlt. Obwohl ich permanent eine andere Mutti 6 Tage die Woche gesehen habe und wir immer was unternommen haben, und sei es nur zusammen spazieren und einkaufen, so ist man auch irgendwann mal auf alternativen aus. Selten fehlt mir inzwischen der Erwachsenen Kontakt tagsüber. Die 3 jährige Quasselstrippe unterhält mich schon gut. Er war immer ein ruhiger Vertreter und hat viel geschlafen. Ich konnte immer mal wieder durchatmen. Jetzt achte ich auch auf regen Kontakt vor allem mit Kindern- Spielgefährten. Teilweise hab ich es im Sommer auch genossen alleine mit meinem Kleinkind ( zwischen 1 und 2 Jahre) im Sandkasten zu spielen.

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    1. doppelkinder sagt:

      Das klingt für mich so als hättest du einen guten Weg gefunden!!! Bei mir ist der Grat der schmal: Einerseits genieße ich das entschleunigte Leben mit den Kindern, bzw. wenn sie viel zu Hause sind. Andererseits kippt es dann halt irgendwann und nach zu Isolation fühle ich mich schnell einsam. Ich hatte auch so eine Freundin, mit der ich ganz viel gemacht habe, bzw. sehen wir uns immer noch mindestens einmal in der Woche. 🙂

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  10. Liebe Julie!
    Ich dachte schon Du schreibst von mir 😂 Ich bin da voll bei Dir. Diese Einsamkeit kenne ich gut – Vorallem bei Krankheit. Schlechtes Wetter hält uns meist nicht auf rauszugehen, denn wenn unser Duo seine Energie draussen nicht rauslassen kann, ist drinnen die Luft rascher dick als man auf 3 zählen kann 🙈
    Wenn rausgehen aber mal gar nicht geht, wechseln wir oft mal die Wohnung gegen den Trocknungsraum oder die Garage. Im Trocknungsraum lassen wir die Gummibälle hüpfen oder spielen mit einem Schaumstoffball Fussball. In der Garage stelle ich meist ein paar Pylone auf und dann holen wir die BobbyCars, Laufräder und Micro Scooter runter und drehen ein paar Runden. Notfalls dürfen sie da auch mal mit Kreide malen und ich spritz den Boden danach mit dem Wasserschlauch ab (nachts wenn sie es nicht sehen 😉 )
    Naja, den dringend benötigte Austausch mit Erwachsenen und Nahrung für s Gehirn bringt das leider auch nicht. Aber der Stimmung tut es zumindest gut. Und nachts, ja nachts les ich mich dann durch Mama Blogs wie Deinen 😉

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    1. doppelkinder sagt:

      Hey Alex, großartig, dass ihr solche Möglichkeiten habt. Wenn die Jungs fit sind, aber das Wetter schlecht ist, ist bei uns der Baumarkt der Trocknungsraum. 😀

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  11. Juli(a) sagt:

    … und wenn man dann ein erwachsenes „Opfer“ gefunden hat, hat man oft das Gefühl, dieses so extrem zuzuquatschen, dass man ihm bestimmt gehörig auf die Nerven geht 🙂
    (Ich gehöre zu denjenigen, bei denen abends kein Mann mehr nachhause kommt, der meinen Gesprächsbedarf kompensieren kann.. :-/)

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    1. doppelkinder sagt:

      Liebe Julia, du hast meinen allergrößten Respekt! Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie viel Kraft dich das kosten muss!!! Ganz liebe Grüße!

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  12. Tee_kesselchen sagt:

    Danke für diese Worte. Es geht jemanden wie mir auch. Made my day! Das plaudern mit den 80jährigen Nachbarn ist oft mein Tageshighlight. Ich habe mit einem Erwachsenen gesprochen face-to-face. Ich werde mal den Yoga-Tipp versuchen. Klingt toll! Eine eigene Strategie habe ich selten. Immer wenn ich denke jetzt läuft es… läuft es nicht mehr. 😀

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    1. doppelkinder sagt:

      Oh ja, das stimmt: Immer, wenn man denkt, man hat sich eingegroovt, kommt ein neues Level :-D.

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  13. Wie wahr!!! Wenn ich auf mehr als fünf Außenkontakte an solchen Tagen kam, inklusive Postbote und Telefonverkäufern versteht sich ;-), war ich nur noch halb so deprimiert. Zum Glück verdrängt man das ganz schnell wieder… Jetzt sind sie schon vier.

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    1. doppelkinder sagt:

      Ich finde, das Ganze läuft alles für eine gewisse Zeit, in der man es irgendwie gut aushalten kann, und kippt dann irgendwann plötzlich. …vermutlich haben unsere Ahnen aus gutem Grund in großen Sippen zusammengelebt!

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  14. EIn Papa sagt:

    Kennen Papas genauso.

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    1. doppelkinder sagt:

      Das kann ich mir vorstellen?

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