Strandhütten in Zeeland

Sieben gute Gründe für einen Großfamilien-Urlaub

Es gibt bestimmt Menschen, die sich freiwillig eher einer ausgiebigen Wurzelbehandlung unterziehen würden als mit der Verwandtschaft weg zu fahren – und dann auch noch in einen Großfamilien-Urlaub. Denn wir sind beispielsweise echt viele! Doch vorausgesetzt, die Sippschaft steht sich einigermaßen nahe und das Ferienhaus, der Campingplatz oder die Urlaubswohnung sind groß genug, kann das Unterfangen “Urlaub mit Großfamilie” ein ziemlicher Knüller werden. Noch nicht überzeugt? Hier sind sieben gute Gründe, mit deinen Eltern, Schwiegereltern, Geschwistern, anderen Anverwandten und vielleicht auch deren Haustieren die Ferien zu verbringen:

Je mehr Verwandte, desto besser

1. Je mehr Geschwister du oder dein Partner haben, desto besser. Das gilt insbesondere, wenn diese kinderlos sind. So findet sich garantiert immer ein Onkel oder eine Tante, die bereit ist, sich das Bilderbuch mit dem kleinen Maulwurf zum 70. Mal anzugucken. Schließlich sind sie beim massiven Konsum der kindlichen Lieblingsliteratur noch unverbraucht.

Doch auch Angehörige, die bereits über eigenen Nachwuchs verfügen, sind im Urlaub eine echte Bank. Bei Ausflügen auf den Spielplatz oder ins Hüpfburg-Paradies kann man sich prima aufteilen und der anderen Familie die eigene Brut unterjublen. Natürlich nimmt man im Gegenzug auch mal den einen oder anderen Sprössling der Anverwandten mit auf einen Trip zur Eisbude oder ähnlichem, so bleibt das familiäre Betreuungskarma im Gleichgewicht.

Oma spielt mit Enkelkindern
Den Kies in der Einfahrt sortieren? Übernimmt Oma.

2. Familienurlaube sind etwas Unbezahlbares, wenn man mit engagierten Großeltern unterwegs ist. Für diese sind Alltagserledigungen, die mir schon beim bloßen Gedanken daran den Schweiß auf die Stirn treiben – etwa ein Vollbad der Sprösslinge – ein riesiges Vergnügen. Mit ein bisschen Glück haben sie auch mal Lust, gemeinsam mit deinen Kindern auf die Jagd nach dem frühen Vogel zu gehen. Während sie gemeinschaftlich das unverschämte Federvieh erlegen, kannst du noch mal gemütlich deine Nase ins Kopfkissen wühlen. Oder in Ruhe in die Kaffeetasse stecken – was auch immer.

Gesprächspartner oder Ruhe

3. Du hast immer jemanden zum Quatschen. Das ist prima, wenn deine Familie so nett ist wie meine. Und wenn du mal keine Lust auf ein Gespräch zwischen Sandeimerchen und Klappstuhl hast – auch kein Problem! Wenn deine Kombo nur groß genug ist, findet sich garantiert ein anderer Gesprächspartner für dein Gegenüber und du kannst entspannt in deinem Buch blättern. Oder Löcher in die Luft gucken. Deine Kinder sind nämlich gerade idealerweise mit der Freundin deines Schwagers zur Rutsche abgezogen.

In Ruhe Kaffee trinken
Kaffee ohne “Mamaaaaa”-Unterbrechung.

4. Du bist nicht Inhaberin des Ernährungsmonopols. Zumindest wenn wir einmal im Jahr mit der Sippe des Mannes in die Ferien fahren, gibt es jeden Tag ein anderes Team, das kocht. Einmal wird mindestens gegrillt und an einem weiteren Abend gehst du chic mit Vatti essen – dann passen nämlich Oma und Opa auf die Brut auf. Ansonsten liegen die Beschaffung und Zubereitung einer Hauptmahlzeit nur einmal in deinem Verantwortungsbereich. Für Küchen-Grinchs wie mich ist das der Himmel auf Erden.

Einer denkt immer daran

5. Es ist kein Drama, wenn deine Packliste ein Lückentext ist und du die Hälfte der notwendigen Klamotten und Utensilien zu Hause vergessen hast. Notfalls leiht dir bestimmt auch jemand einen Schlüpper – zumindest, bis du selbst für Ersatz gesorgt hast. Im Idealfall bist du nicht die einzige Mama unter den Mitreisenden. Dann steht sicherlich immer irgendwo eine Packung Feuchtücher herum, dir kann jemand mit einer Windel aushelfen oder den Bilderbuch-Horizont deiner Kinder erweitern.

Ich persönlich vergesse gerne elementare Dinge wie Trockentücher für die Ferienhausküche. Das spielt aber keine Rolle, weil meine Schwiegermama und meine Schwägerin in dieser Hinsicht organisatorisch gut aufgestellt sind, so dass wir spülen und trocknen können, was das Zeug hält. Vermutlich hat aufgrund dieses Wissens mein Unterbewusstsein längst den Punkt „Küchenutensilien“ von meiner imaginären Packliste gestrichen.

Staubsauger-Ersatz

6. Du denkst, ein Hund im Schlepptau kann nerven? Irrtum! Wenn irgendwie möglich, nimm einen solchen Vierbeiner mit in den Urlaub. Erfahrungsgemäß senkt er den Staubsauger-Einsatz unter der Frühstückstafel auf ein Minimum. Vermutlich würden sich auch Hausschweine eignen. Doch wie es um deren Akzeptanz in Ferien-Domizilen bestellt ist, weiß ich nicht genau.

Hund unter Hochstuhl beim Großfamilienurlaub
Mitgereister Hund verhindert Krümel-Boden-Kontakt.

Solltest du in Erwägung ziehen, zu Erleichterung der Reinigungsprozesse den Dackel vom Nachbarn mitzunehmen, stelle lieber erst seine Familienhund-Kompetenzen sicher. Schließlich reicht es vollkommen aus, wenn du im Urlaub mit deinem Nachwuchs in die Ambulanz musst, wenn er in eine Feuerqualle getreten ist. Da braucht man nicht noch ein Andenken von Müllers Teckel.

Kleinkinder am Meer
Oh, du schöner Urlaub!

7. Weil es Spaß macht. Auch hier ist wieder vorauszusetzen, dass deine (Schwieger-)Familie so rockt wie meine. Dann hast du die Garantie auf viele Tage voller netter Gespräche, lustiger Momente, Stunden voller lauter Lacher und generierst ganz automatisch tolle Erinnerungen für dich und deine Kinder.

Großfamilien-Urlaub? Also, ich bin Fan! Und du?

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