Doppelkinder-Talk #14: Schlaf-Frust – Durchschlafen ist für Anfänger

Meine Söhne sind mittlerweile drei Jahre alt. Auf dem Spielplatz redet man längst über andere Dinge als Schlafmangel. Bei mir ist er trotzdem noch an der Tagesordnung und manchmal macht mich das einfach nur fertig. So fertig, dass Tränen fließen.

Die letzten Nächte waren wieder einmal anstrengend, was das mit mir macht und wie ich damit umgehe, das verrate ich in der aktuellen Podcast-Episode. Wie es generell bislang mit dem Schlafen bei den Zwillingen so war, kannst Du Dir hier anhören…

6 Comments

  1. Liebe Juli,
    es tut gut nicht allein zu sein….. Ich bin auch Zwillingsmama und hadere oft mit mir selbst. Da tut dein Podcast richtig, richtig gut.
    Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße aus Osnabrück Natalie

  2. Liebe Juli,

    dein Podcast kommt genau zur richtigen Zeit. Ich habe mich nie mehr als Fußabtreter gefühlt als im Moment. Und ich bin es so satt. Ich versuche immer ruhig und liebevoll zu bleiben, aber wenn dann manchmal sogar beide Kinder gleichzeitig mit Schlagen und Kneifen auf mich losgehen, verliere ich – auch wenn sie mir damit nicht ernsthaft weh tun – oft die Nerven. Ich will einfach nicht, dass man versucht mir weh zu tun. Das mache ich mittlerweile auch ganz deutlich.

    Meine Verzweiflung und Enttäuschung lasse ich dann abends bei meinem Mann und meinen Eltern raus. Die erzählen mir dann immer wieder, wie toll ich alles mache, und daraus kommt dann die Kraft für den nächsten Tag :-) Weil unsere Kita gerade – mal wieder – Personalmangel hat, haben wir die Kinder für zwei Tage zu meinen Schwiegereltern gebracht. Beim letzten Mal hat das super viel gebracht. Ich konnte nicht nur Kraft tanken, die Spannungen zwischen meiner Tochter und mir waren danach erstmal vom Tisch. Manchmal sind längere Trennungen einfach nur gut. Ich weiß, das funktioniert auch nur, wenn die Großeltern einigermaßen in Reichweite wohnen…

    Wir haben leider auch keine durchschlafenden Kinder und harte Jahre hinter uns. Die zwei schlafen problemlos (mit Einschlafbegleitung und Händchenhalten) in ihren Betten ein. Nachts werden sie aber auch mit drei Jahren immer noch öfter wach. In mindestens jeder zweiten Nacht geht dann irgendwann einer von uns komplett rüber und legt sich auf die Matratze neben die Kinderbetten. Nachdem mich das Familienbett wahnsinnig gemacht hat, weil meine Tochter mir im Laufe der Nacht immer weniger cm Liegefläche zugestanden hat, ist diese Lösung die beste für uns. Sie brauchen keine direkte körperliche Nähe, aber immer die Gewissheit, dass jemand im Raum ist. Und vielleicht alle drei Wochen einmal schlafen beide gleichzeitig durch. Dann feier ich innerlich ;-)

    Gestern noch habe ich mit einer Mama gesprochen, die mir versichert hat, dass der Punkt kommt, an dem es deutlich einfacher wird. Das ist bestimmt bei jedem Kind anders – bisher habe ich oft 4 oder 4,5 gehört. Ist doch dann nur noch ein Jahr – wir schaffen das! ;-)

    Alles Liebe und eine dicke Umarmung von Fußabtreter zur Fußabtreter! :-)
    Sara

    1. Liebe Sara, ich hab gerade einfach nur das Bedürfnis, Dich mal ganz fest in den Arm zu nehmen! Ich kann so gut nachempfinden, wie Du Dich fühlst. Es ist oft einfach der Wahnsinn und es erfordert soooooooo viel Kraft, sich immer wieder so zurück zu nehmen. Ich hab hier heute Morgen auch schon rumgesetzt, nachdem ich 40 Minuten lang nur Befehlsempfänger war und beide nur genörgelt haben. Das ist auch okay, das dürfen sie merken. Gut fühle ich mich dabei trotzdem nicht, weil ich sie halt eben auch so abgöttisch liebe – obwohl Liebe ja auch nichts mit Konfliktfreiheit zu tun hat, aber ich habe da wohl immer noch viele selbstkritische Anteile in mir. Und ja, Du machst das super! Ich mache das super! Jede von uns!!!!Ja, wir schaffen das!!! Von Herzen alles Liebe für Euch!

  3. Liebe Juli,
    Es tut einfach nur gut zu wissen, dass es auch anderen so geht und es nicht daran liegt, dass ich oder wir irgendwas falsch gemacht haben, dass unsere 3,5 jährigen Zwillingsmädchen und ihr 15 Monate jüngerer Bruder immer noch nicht durchschlafen… Ich bin immer wieder erstaunt wie sehr man sich daran gewöhnen kann, selten mehr als 1-2 Stunden am Stück zu schlafen :-) Zum Glück hatte ich noch nie Einschlafprobleme und bin inzwischen auch so geübt im „immer wieder einschlafen“, dass ich das in fast jeder Lebenslage kann ;-)

    Aber ich bin sicher, irgendwann geht auch das vorbei… Meine inzwischen 12-jährige Tochter hat auch irgendwann aufgehört, jede Nacht in mein Bett rüberzuwandern ;-)

    Also, lassen wir uns nicht entmutigen und vor allem nicht verunsichern von all den Geschichten über Babies und Kleinkinder, die super schlafen. Klar gibt es die, aber nach 4 Kindern, die alle so unterschiedlich sind – auch was das Schlafen angeht – bin ich mir sicher, dass das viel mehr an jedem Kind selbst liegt als an uns als Müttern oder Eltern, zumal wenn wir uns selbst kritisch betrachten und alle üblichen Tipps und Erkenntnisse im Bezug auf guten Schlaf bereits berücksichtigen.

    Alles Liebe und viel Geduld und Kraft uns allen!
    Julia

    1. Hallo liebe Julia, Danke für Deine Worte!!! Meine Güte, Zwillinge und Nummer 3!!! Das finde ich grandios und Du hast meinen größten Respekt!!!! Mir geht es sehr ähnlich, es ist echt erstaunlich, mit wie wenig Schlaf man auskommen kann. Gleichwohl ist die Dauermüdigkeit und Dauermatschigkeit einfach echte Folter!!! Hier schläft seit einiger Zeit der Zwillinge, der am schlechtesten geschlafen hat, wie ein Stein. Von ihm hört und sieht man nachts gerade echt selten etwas. Dafür hält mich sein Bruder auf Trab und manchmal werde ich nachts echt pampig. Das tut mir im Anschluss immer leid, aber es macht manchmal echt mürbe!!! ABER: Wir schaffen das!!!!!!!! Ich wünsche Dir auch viel Kraft und Geduld und gute Nerven!!! Alles Liebe!!

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