Podcastpreis-Nominierung – meine Wiedergutmachung?

Leute, ich muss Euch jetzt echt mal mit in eine dunkle Zeit meines Lebens mit hineinnehmen: die Zeit der Bundesjugendspiele. Es ist mir ein Rätsel, warum das Bildungsministerium es damals wie heute für eine gute Methode hält, Kindern den Spaß an Bewegung durch Veranstaltungen näher zu bringen, die ungefähr so verlockend sind wie ein eitriger Backenzahn oder eine Portion Haferschleim. Ohne Zucker. Noch nicht einmal mit Honig. Bah.

In meiner Klasse gab es genau zwei Mädchen, die Freude an diesem Wettbewerb hatten: Nennen wir sie aus Datenschutz-Gründen Miriam Friedling und Judith Treppe. Ihr könnt jetzt ruhig googeln, ich bin wirklich sehr kreativ im Erfinden von Namen, trefft bitte keine voreiligen Rückschlüsse, weil die Kuscheltiere der Kinder Hundi, Löwi, Kroki und Affi heißen!

Lehrer from Hell

Miriam und Judith waren die eisernen Ladies der Sekundarstufe-I-Leichtathletik. Sie rannten, warfen, sprangen und taten, was auch immer man am Wettkampftag tun musste, mit voller Inbrunst, und sie taten es gut. Der Rest der Mädels wurde vorsorglich frühzeitig von unqualifizierten Sprüchen des Sportlehrers demotiviert.

Ich habe mich schon immer gerne bewegt, aber Schulsport war für mich meist echt ein rotes Tuch – was aber stets an den Pädagogen lag, deren Kernkompetenz im Demütigen von Schülern lag. Bei sowas habe ich immer aus Protest auf Stur geschaltet.

Den Jakobsweg geschafft!

Auszeichnungen in diesem Bereich blieben mir weitgehend verwehrt – vielleicht habe ich mich deshalb wie Bolle über die Urkunde gefreut, die mir eine Mitarbeiterin im Pilgerbüro in Santiago de Compostela überreicht hat, nachdem ich körperlich verhältnismäßig unversehrt den Jakobsweg gewandert bin.

Danke für die Nominierung!

In diesem Moment hätte ich meinem fiesen, leicht übergewichtigen Sportlehrer von damals gerne laut ins Gesicht gelacht: Hier guck mal, SOWAS zählt im Leben, nicht wie weit ich mit elf Jahren werfen konnte, Du Penner…äh…Sie Penner!“ …Herr…Dingens…falls Sie meinen Blog lesen und sich wiedererkennen, dürfen Sie sich diesen Schuh gerne rückwirkend anziehen.

Für einen Preis nominiert?!

Das war schon ein erhebender Moment vor der Kathedrale in Santiago. Architektonisch minder spektakulär, aber für mich nicht weniger aufregend war der Morgen, an dem ich die Mail vom Podcastverein öffnete:

„Deine Fans und Hörer haben Deinen Podcast Doppelkinder-Talk für den #PodcastPreis2019 nominiert!“

Leute, ich hab ja vor Weihnachten mit einigem gerechnet: fiebriger Bronchitis bei beiden Kindern, Rohrbrüchen, einem Marder im Radkasten unserer Autos, Flammen im Adventskranz – aber damit unter Garantie nicht!

Das war der Moment, an dem ich endgültig wusste, dass es die richtige Entscheidung war, nicht in meine Leichtathletik-Karriere zu investieren, sondern einfach das zu tun, wonach mein Herz schreit: Mit meinen Worten Menschen – insbesondere Mamas – fest in den Arm zu nehmen und zu sagen: Du bist nicht allein mit Deinem Chaos, Deiner Müdigkeit und Deinen Sorgen! Zweifele nicht an Dir, Du machst einen großartigen Job!!!

Warum Podcasten?

Den Podcast habe ich mit dem Wunsch und Ziel gestartet, es für Mamas leichter zu machen, meine Worte zu verfolgen. Insbesondere mit kleinen Kindern kommt man ja wirklich kaum zum Lesen längerer Texte. Zu dem reinen Lese-Format gesellte sich schnell der Doppelkinder-Talk hinzu, denn wann immer ich dazu komme, allein oder mit Interview-Gästen über das Elternleben zu plaudern, ist es mir eine riesige Freude, noch mehr hilfreiche und aufbauende Inhalte bereitzustellen.

Allein die Nominierung ist für mich schon grandioser als jedes Weihnachtsgeschenk, das ich mir hätte ausmalen können, und die dickste Entschädigung für jedes Bundesjugendspiel-Versäumnis meines Lebens! DANKE von Herzen dafür!

Neue Schuhe?

Aber was meint Ihr, schaffen wir es gemeinsam im März zur Preisverleihung?! Ich freue mich über JEDEN Klick, denn Ihr entscheidet, wie es mit der Nominierung weitergeht. Eure Unterstützung ist der absolute Oberhammer für mich – gewählter kann ich mich da leider nicht ausdrücken. Habt Ihr Lust, mich in die Verlegenheit zu bringen, über ein angemessenes Preisverleihungs-Outfit nachzugrübeln und dem Mann ein neues Paar Schuhe aus den Rippen zu leiern, dass noch keinen Spielplatz-Sand gesehen hat?

Dann stimmt für uns ab!

WICHTIGE INFO: Die Seite ist in der Kategorie „Unterhaltung“ so programmiert, dass Ihr immer mindestens zwei Stimmen abgeben müsst – also eine für mich :-) und eine für ein x-beliebiges anderes Format (hierbei bitte variieren). Abstimmen könnt Ihr einmal am Tag bis zum 15. Februar 2019, falls Euch also langweilig sein sollte, tut das ruhig häufiger!

JETZT ABSTIMMEN

Mein allerfettestes DANKESCHÖN geht aber ohnehin jetzt schon an jeden einzelnen von Euch, denn ohne Leser und Zuhörer wären der Blog und der Podcast etwa so sinnvoll wie eine Hüpfburg in einem Mauseloch.

Ihr seid großartig! Aufrichtig und von Herzen DANKE!

Habt ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.