Fastfood, Übelkeit, Schwangerschaft

Übelkeit in der Schwangerschaft – was hilft wirklich?

In der ersten Woche nach meinem positiven Schwangerschaftstest bin ich in freudiger Hoffnung. In doppelter Hinsicht – wobei ich nicht die Aussicht auf eine weitere Zwillingsschwangerschaft meine. Mir ist schlicht und ergreifend kein bisschen übel.

Ich entwickele wilde Theorien, zu denen nur ein weibliches Gehirn in der Lage ist: Bei den Zwillingen war mir echt furchtbar schlecht  – gefühlt ab Tag 1. Wenn mir nun nicht so schlecht ist, lässt das dann Rückschlüsse darauf zu, dass dieses Mal nur ein Baby unterwegs ist?! Oder bin ich am Ende vielleicht gar nicht so richtig schwanger und der kleine Zell-Nupsi bleibt nicht in meinem Bauch…?!

Und plötzlich ist sie da, die Schwangerschaftsübelkeit

So galoppieren die Gedanken los, sicherheitshalber in völlig gegensätzliche Richtungen, um das innere Chaos perfekt zu machen. Doch nach wenigen Tagen ist zumindest schon mal die Frage nach der „richtigen“ Übelkeit geklärt, die Schwangerschaftshormone treffen mich wie eine Keule.

Der Besuch bei meinem Arzt zeigt dann: Auch mit einem Baby im Bauch kann einem gewaltig übel sein. Ich mag quasi nichts mehr riechen, was ich zuvor gut ertragen konnte: Waschmittel, Duschgel, frische Brötchen, Paprika, Kaffee – die Liste lässt sich endlos fortsetzen, all das sorgt dafür, dass sich mir der Magen umdrehen möchte.

… aber was hilft wirklich?

Doch er dreht sich nur äußerst selten um, mir ist zwar zum Spucken zu Mute, doch bleibt es mir meist erspart. Doch was tun? Unser Familienalltag muss ja weiterlaufen, ich kann mir nicht die Decke über den Kopf ziehen und warten, bis der Spuk im zweiten Trimester hoffentlich vorbei ist.

  • Ich höre in vielen Punkten auf meinen Körper und esse, worauf ich Appetit habe. Ja, leider sind das auch mal Ravioli aus der Dose, ich wäre auch lieber eine dieser Schwangeren, denen es nur nach Salat und Früchten gelüstet – bin ich aber nicht.
  • Ich esse generell, da ich von vielen Frauen weiß, dass ihnen das geholfen hat – es funktioniert und lindert die Übelkeit enorm.
  • Ich esse Chips, Nüsse, Avocado-Brote in rauen Mengen, Nudeln in allen Variationen und sehr, sehr gerne Pizza. Meine vegetarische Hoffnung, dieses Mal keinen enormen Heißhunger auf Fleisch zu entwickeln, geht nach einige Wochen in die Knie. Doch Appetit und Vertrauen in meinen Körper wiegen schwerer als mein schlechtes Gewissen, also her mit Würstchen, echter Bolognese-Soße und Co.!
    …wenn das Baby Burger will…

     

  • Ich trinke frischen Ingwer-Tee, der hilft ja quasi gegen alles – vielleicht auch gegen Donald Trump, man weiß es nicht. Dass er allerdings meine akute Übelkeit lindert, kann ich leider nicht so stark untermauern wie ich es gerne würde.
  • Generell hilft es mir, heißes Wasser zu trinken – kaltes mag ich plötzlich nur noch mit ganz viel Kohlensäure, obwohl man mich für gewöhnlich damit jagen kann.
  • Frische Luft, Bewegung und Ablenkung wirken außerdem gut gegen die Übelkeit – allerdings alles bis zu einem gewissen Maß. Denn ich merke, dass die Übelkeit auch irgendwie mit meiner Erschöpfung zusammenhängt und intensiver wird, wenn meine Akkus irgendwann leer sind. Wenn ich viel gearbeitet habe, lege ich also nicht noch eine Schüppe obendrauf, sondern gönne mir Ruhe, soweit das als Mama eben geht.
  • In Absprache mit meiner Hebamme versuche ich auch homöopathische Mittel. Da selbst herum zu googlen und auszuprobieren ist relativ sinnlos, da die Tropfen oder Globuli immer so gut wie möglich zum Symptom passen müssen. Verschiedene Aspekte spielen dabei eine Rolle, ich musst zum Beispiel genau beschreiben, was die Übelkeit beeinflusst – Kälte, Wärme, Bewegung, Geschmäcker, etc. – und wann sie aufkreuzt und so weiter. Sprich darüber immer mit Experten, die schauen können, was für dich individuell das Beste ist. Allerdings muss ich offen gestehen, dass meine Tropfen mir nicht so richtig geholfen haben.
  • Ich probiere mein Glück auch mit Akupressur-Armbändern, die allerdings bei mir auch keinen  großen Effekt haben. Ich kenne allerdings einige Frauen, bei denen sie gut gewirkt haben.
  • Was mich am meisten unterstützt: das Wissen, dass es wahrscheinlich in einigen Wochen besser wird, die Erfahrung aus der vorherigen Schwangerschaft und der Gedanke, dass es dem Winzling in meinem Bauch vermutlich prächtig geht, wenn mir so schrecklich übel ist.

    Es gibt sie doch, die gesunden Gelüste: Avocado-Brote!

Selbstverständlich gibt es Frauen, die zusätzlich noch mit starkem Erbrechen zu kämpfen haben, oder bei denen die Übelkeit viel länger anhält. Ich habe großen Respekt vor solchen Schwangerschaftsverläufen. Ich kann nur betonen, dass jeder Körper einzigartig ist und deswegen auch ganz individuell auf die Hormone reagiert – ebenso wie auf mögliche Mittel. 

Schreib doch gerne auch deine Erfahrungen und Tipps in die Kommentare, damit sie andere Leserinnen unterstützen können. Von Herzen Danke!

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