Hochschwanger mit Kindern in den Urlaub – wahnsinnig oder wahnsinnig entspannt?

Wir haben es uns gewünscht, wir haben es getan und wir haben es überstanden: Wir sind noch einmal zu viert in den Urlaub gefahren. In der 34. Schwangerschaftswoche. Das war anstrengend. Ob es allerdings in mancherlei Hinsicht ohne großen Babybauch entspannter gewesen wäre? Ich weiß es nicht genau.

HÖRE DIR JETZT DEN PODCAST ZUM THEMA AN:

In erster Linie macht mich unserer zehntägiger Italientrip mit dem Wohnmobil sehr, sehr dankbar. Dankbar für eine Weile mit den Kindern in den Tag hineinleben können. Dankbar für eine Auszeit nach einem arbeitsreichen Sommer mit Buchschreiben, Coachingprogamm entwickeln und filmen und vielen anderen tollen Projekten. Dankbar für eine bislang rundum gesunde Schwangerschaft.

Zwei Schwangerschaften – ein Vergleich

Weder kann, noch darf, noch möchte ich mich über meine Zwillingsschwangerschaft beklagen. Die lief wie am Schnürchen. Ich hatte keine Zipperlein, keine Beschwerden, keine zu frühe Geburt. Ich musste nicht liegen, mich nicht schonen und hatte keine vorzeitigen Wehen. Die Jungs sind normalgewichtig geboren und waren von Anfang an total fit.

Und doch habe ich diese Schwangerschaft sehr anders erlebt als die jetzige. Ich war sehr viel vorsichtiger und in gewisser Weise auch ängstlicher. Ich kannte mich nicht mehr aus mit meinem Körper und die Tatsache, dass darin gleich zwei andere Menschen den Ton angeben, hat mich manchmal ganz schön verunsichert.

Schwanger über den Brenner?!

Mit den Zwillingen im Bauch wäre ich im neunten Monat nicht mehr über den Brenner bis zum Gardasee gegondelt. Zwillinge können nunmal ein Eckchen früher auf die Welt wollen, den Schneid hatte ich nicht.

Runde Sache: Zwillingsbabybauch.

Ob ich zu diesem Zeitpunkt wesentlich weniger Energie hatte als jetzt, mit „nur“ einem Kind im Bauch? Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so richtig daran erinnern. Es erscheint mir irgendwie logisch, weil ja direkt zwei Babys auf kosten meiner Kraft gewachsen sind. Andererseits, toben da jetzt diese beiden Kraftpakete durch mein Leben – da war es vor vier Jahren noch wesentlich ruhiger und weniger stressig.

Entspannt durch die Kugelzeit?

Meine Hebamme sagt immer, ich sei eine ganz schön entspannte Zwillingsschwangere gewesen. Ich bin mir da manchmal nicht so sicher. Meine Schwägerin war ungefähr zeitgleich ebenfalls mit ihrem ersten Kind schwanger und ich fand sie viel cooler und entspannter. Aber wenn man sich schlechter fühlen oder sich selbst verunsichern möchte, ist sich mit anderen zu vergleichen eine ziemlich erfolgreiche Methode.

Vielleicht hole ich deshalb nun manche Dinge ein bisschen für mich nach. Traue mir einen späten Urlaub mit dem Wohnmobil zu, wage mehr – und wiege übrigens nicht viel weniger als vor vier Jahren, aber das nur nebenbei. Ich kenne es nun, schwanger zu sein, und weiß, dass mein Körper seine Sache gut macht. Das hat er beim letzten Mal auch getan, also vertraue ich ihm dieses Mal viel mehr.

Jede Schwangerschaft ist anders

Aber das bin ich. So ist es bei mir. Nicht jede Frau ist in einer weiteren Schwangerschaft entspannter. Nicht jede weitere Schwangerschaft läuft komplikationslos, weil es in der ersten so gewesen ist. Jede Babybauchzeit ist anders. So viele Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Noch einmal raus aus dem Alltag.

Ich schaue auf mich. Und dabei bin ich dankbar, dass es mir gutgeht. Dass wir gemeinsam Urlaub machen durften, aber auch, dass ich jetzt wieder Zuhause bin. Dass wir vielleicht noch ein paar wenige Wochen sowas wie Alltag und Planbarkeit haben – soweit das eben mit Kindern und Schwangerschaft möglich ist – bevor Nummer drei unser Leben umkrempelt.

Hast du es vielleicht in einer weiteren Schwangerschaft ähnlich erlebt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.