Papa-Perspektive: So erlebt der Mann diese Schwangerschaft

Während mein Körper seit Monaten brütet, ich unser Zuhause auf den Kopf stelle, um Platz für Kind Nr. 3 zu schaffen – einige nennen es Nestbautrieb – und allein schon körperlich Stück für Stück in die Schwangerschaft hineingewachsen bin, erlebt der Mann das Schauspiel nun einmal mehr wieder aus einer völlig anderen Perspektive, aus der Papa-Perspektive.

Väter spielen bereits in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle

Zu behaupten, er sei nur Zaungast, wäre komplett falsch – auch wenn sich viele Väter und werdende Väter während der Schwangerschaft und der Geburt sicherlich oft so fühlen. Denn sie sind es gewohnt, aktiv zu sein, etwas zu tun, gewisse Dinge zu übernehmen. Zumindest körperlich sind die Möglichkeiten während einer Schwangerschaft da sehr eingeschränkt, mal eben den Bauch für ein paar Stunden abgeben – vermutlich gibt es kaum eine Frau, die sich das nicht mindestens einmal gewünscht hätte, aber so läufts leider nicht beim menschlichen Brüten. Dennoch spielen Väter auch schon während der Babybauchzeit (idealerweise) ihre Rolle – und die ist wichtig. Auch wenn viele von ihnen oft das Gefühl haben, nur daneben zu stehen.

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Der Mann erlebt jetzt die zweite Schwangerschaft mit mir. Wann immer ich versuche, die Zeit mit Zwillingen im Bauch und das Wochenbett mit dem Hier und Jetzt zu vergleichen, komme ich irgendwie ins Schleudern. Denn unser Leben ist nun ein komplett anderes, unsere Lebensumstände sind andere und wir sind anders als vor vier oder fünf Jahren. Hinzu kommt, dass ja auch einfach tatsächlich jede Schwangerschaft individuell verläuft, der Hormoncocktail irgendwie ein etwas anderer ist und so viele Faktoren variieren können.

Der Mann und ich: bald dreifache Eltern.
Kein Vergleich zur ersten Schwangerschaft

Ich erlebe mich sehr, sehr anders in diesen Babybauchmonaten, in der jetzigen Schwangerschaft. So anders, dass es auch für den Mann nicht zu leugnen ist. Falls ich tatsächlich mal stimmungsmäßig ein wenig aus dem Ruder laufe, habe ich deswegen kaum ein schlechtes Gewissen, weil die Einschläge so selten sind – das war vor vier Jahren deutlich anders, da war ich ein emotionaler Hormonzombie. Ja, leider.

Doch auch der Mann erlebt sich selbst anders und den gesamten Schwangerschaftsverlauf. Alles geschieht eher nebenbei – was vollkommen normal ist und was wir auch gar nicht so verkehrt finden. Dennoch rufen wir uns gerade ab und an mal in Erinnerung, was uns insbesondere in der ersten Zeit als Babyeltern geholfen hat, was jedem einzelnen von uns gutgetan hat und was für unsere Beziehung manchmal ein echter Rettungsanker war – zum Beispiel die Vereinbarung, dass keiner von uns ernst nimmt, was uns vielleicht mitten in der Nacht übernächtigt beim Stillen, Schuckeln oder auf Babypupse warten rausrutscht, was in Stillnächten passiert bleibt in Stillnächten!

Mit jedem Kind erreicht die Eltern-Beziehung ein neues Level

Kinder sind eine riesige Herausforderung für eine Partnerschaft, und jede weitere Schwangerschaft und jedes weitere Kind erscheinen da wie ein nächstes Level bei Super Mario. Mit Sternchen einsammeln und auf Pilze springen, damit man ein bisschen wachsen kann. So wird es uns wohl auch diesmal gehen. Wir werden gemeinsam Punkte sammeln, Blessuren davontragen, manchmal vielleicht einfach neu starten müssen, aber gegen den Endgegner – für mich der Schlafentzug – treten wir zusammen an.

Im Podcast sprechen der Mann und ich sehr intensiv über diese Schwangerschaft, versuchen uns in einem Vergleich zur vorherigen und der baldige Dreifach-Vater packt aus, wie er die letzten Monate erlebt hat und wie er mit der Veränderung umgeht, die auf unsere Familie wartet.

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