Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – eure Fragen, meine Antworten | Teil 2

Vermutlich gibt es nichts auf der Welt, das spannender, schöner und herausfordernder ist als Eltern zu werden. Wenn das erste Kind unterwegs ist, ist es an der Neu-Mama und dem Neu-Papa, sich auf dieses Abenteuer einzustellen. Wenn schon Kinder da sind, darf die ganze Familie daran wachsen, sich neu sortieren. Meist beginnt der Prozess ja schon in der Schwangerschaft, egal, ob bereits Nachwuchs da ist oder nicht, die Veränderung hat begonnen.

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Vielleicht ist es mit dem Familienzuwachs ähnlich wie bei einer Raupe, aus der ein Schmetterling wird. Es ist gut möglich, dass dieses Bild etwas schief ist. Während ich diese Zeilen tippe, ist es 6.19 Uhr morgens und ich habe eben mal wieder gestillt. Ich liege neben dem schlafenden Baby, das vermutlich sofort wach wird, wenn ich mich Richtung Dusche oder Kaffeemaschine bewege. Aber gerade erscheint mir der Vergleich mit der Metamorphose passend.

>>>Teil 1 des Q&A<<<

Ist es für die Raupe anstrengend, sich einen Kokon zu bauen? Sich einzuspinnen, sich auf diesen ungewissen Prozess einzulassen? Getrieben eher von einem inneren Gefühl, das Richtige zu tun, ohne tatsächlich zu wissen, wohin sie die Reise eigentlich führt. Mit Sicherheit! Kostet es Kraft und Mut, sich schließlich von dieser Hülle, die vielleicht zu eng geworden ist, aber auch so viel Halt und Schutz gibt, zu befreien? Garantiert! 

Wir alle haben stets das Bild eines Schmetterlings vor Augen, der sich aus dem Kokon schält und sich dann majestätisch erhebt und davonfliegt. Doch ist das garantiert nur ein Teil der Wahrheit, für den Schmetterling wird die Angelegenheit vielleicht nicht ganz so romantisch sein. So ist es auch, wenn wir (erneut) Eltern werden: Es ist magisch, zauberhaft, von außen betrachtet ein wunderschöner Prozess. Doch verlangt es uns auch einiges ab. Und das ist okay. Es liegt in der Natur der Sache. 

Der Prozess dauert an

Wir stecken noch drin in diesem Prozess. Wir sind geschlüpft. Sind nun eine fünfköpfige Familie (jetzt muss ich an eine fünfköpfige Raupe denken, aber das ist Quatsch). Wir entfalten unsere Flügel, machen erste Flugversuche. Erleben Wunderschönes und schrammen zuweilen knapp am Absturz vorbei. 

Das ist Leben. Das ist Wachstum. Das ist Veränderung. Niemals bequem. Niemals nur entspannt und gemütlich. Aber immer werden wir dadurch größer.

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