Mama sein – das schönste Gefühl und die größte Herausforderung

Hallo, ich bin Luise und Co-Autorin hier auf diesem wunderbaren Blog.

Ich bin Organisatorin, Kathastophenabwenderin, Alles-im-Blick-Haberin, Problemlöserin und Mutmacherin aka Mama von drei wunderbaren Kindern. Ich werde hier in unregelmäßigen Abständen meine Gedanken und Gefühle zu Themen rund um das Mamaleben abgeben, ehrlich und unverstellt.

Mich beschäftigt aktuell vor allem das Thema „Mama sein und du selbst bleiben“. Denn neben der Fürsorge für die Kinder auch noch die eigenen Bedürfnisse im Blick zu halten, ist nicht immer leicht. Ich habe mir in den letzten Monaten immer wieder die Frage gestellt, wer ich eigentlich bin, abseits des Mama Daseins. Wenn es dir auch so geht, freue ich mich wenn du auch auf meinem Instagramprofil @findingluise vorbei schaust und wir gemeinsam wieder mehr auf uns und unsere eigenen Bedürfnisse achten.


Mama sein war immer mein größter Wunsch, mein Ziel, meine Erfüllung, schon seit ich denken kann. Ich hatte keinen Berufswunsch, wollte nicht Ärztin oder Lehrerin oder sonst irgendwas werden. Ich wollte Mama werden.

Und heute bin ich das: Ich bin Mama von drei wunderbaren Kindern, darauf bin ich mächtig stolz. Und während ich das hier so schreibe, wird mir bewusst, dass ich bereits jetzt (mit 34 Jahren) meinen größten Wunsch in Erfüllung gebracht habe.

Der Weg dorthin war nicht leicht. Denn auch wenn der Mann früh gefunden war, so gab es doch ein paar Stolpersteine. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich schon deutlich früher Kinder bekommen als mit 29. Aber erst war der Mann nicht bereit und dann klappte es nicht auf Anhieb. Aber alles hat sich zum Guten gewendet und ich bin nun seit über vier Jahren Mama.

Aber was genau bedeutet Mama sein eigentlich für mich und ist es die Erfüllung von allem, was ich als junges Mädchen darüber gedacht habe?

Kinder zu bekommen, bedeutet bedingungslos zu lieben

Eines vorweg: Ich liebe meine Kinder über alles, das steht außer Frage und ich möchte keinen dieser drei kleinen Menschen missen. Ich möchte das Mama sein niemals missen! Aber was ich mir als Jugendliche immer so romantisch und einfach vorgestellt habe, entpuppte sich in Wirklichkeit als die wohl größte und herausforderndste Aufgabe meines Lebens.

Meine Freundin, die bereits Kinder hatte, berichtete mir früher von dem großen Glück und der unendlichen Liebe für die eigenen Kinder. Aber mir war nicht klar, zu welcher Liebe ich fähig bin, bis zu dem Tag als mein erster Sohn das Licht der Welt erblickte. Die bedingungslose Liebe für diese kleinen wunderschönen Geschöpfe und die besondere Beziehung von Kindern zu ihrer Mama sind das Schönste, was es für mich gibt. Ich spüre immer wieder, dass sie mich [noch] zum Leben brauchen, genauso wie ich sie brauche. Aber auf eine wunderschöne Art und Weise. Ohne sie möchte ich niemals wieder sein!

Die Mutter-Kind Beziehung ist mit nichts zu vergleichen.
Mama sein ist die größte Herausforderung für mich

Und trotz alldem – oder gerade wegen alldem – habe ich nicht erwartet, dass das Mama sein mich auch immer und immer wieder so sehr an meine eigenen Grenzen bringen wird. Dass die Erfüllung meines größten Wunsches gleichzeitig auch zu meiner größten Herausforderung wird. Ich war nicht darauf vorbereitet, was das Mama sein mit mir machen würde. Dass es mich wirklich glücklich machen und mich erfüllen wird, davon bin ich ausgegangen.

Aber dass es mir oftmals auch enorm schwer fallen und mich nerven wird, dass ich eigentlich ab und an einfach nur allein sein möchte, ohne die Verantwortung für drei kleine Menschen zu tragen, damit habe ich nicht gerechnet. Das hat mir niemand vorher gesagt und daran hätte ich im Traum nicht gedacht. Denn wie kann etwas, dass man sich so sehr wünscht, einem gleichzeitig so schwer fallen und immer wieder an den Rand seiner Kräfte bringen?

Meine Kinder bringen das Beste und Schlechteste in mir hervor

Meine Kinder fordern mich täglich herauf, sie treiben mich regelmäßig fast in den Wahnsinn und kaum jemand lässt mich so wütend werden, wie meine Kinder (und ja ich versuche es ihnen, so wenig wie möglich zu zeigen). Sie lassen mich regelmäßig zweifeln, an mir und an meinen Fähigkeiten als Mutter. „Warum verhalten sie sich so, warum sind sie so laut, warum hauen, kratzen oder beißen sie gerade? Bin ich eine gute Mutter? Was habe ich falsch gemacht?“

Immer und immer wieder kommen mir diese Gedanken. ABER auch wenn ich es nicht immer „sehe“, so weiß ich in meinem tiefsten Inneren doch, dass ich nichts (zumindest nichts Dramatisches) falsch mache. Ich handele nach bestem Wissen und Gewissen und ich habe dabei immer das Wohl meiner Kinder im Blick. Natürlich ist ihnen das nicht immer klar, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Sie lassen mich über mich hinaus wachsen

Und es sind auch genau diese Kinder, meine Kinder, denen ich es zu verdanken habe, dass ich immer und immer wieder, ich will sagen täglich, über mich hinauswachse. Ich arbeite ständig an mir, reflektiere mich und mein Verhalten so gut es eben geht. „Was kann ich bei dem nächsten Wutanfall besser machen oder wie kann ich diesen bestenfalls verhindern? Was brauchen meine Kinder, wenn sie gerade besonders laut und auf Krawall gebürstet sind, eigentlich?…“

Meine Kinder sind meine größten Lehrmeister. Sie lassen mich tagtäglich über mich hinaus wachsen.

Meine Kinder stehen immer an erster Stelle: Ich achte auf sie, denn sie sind mein größtes Gut, das ich beschützen muss. Ich gebe ihnen alles, was sie brauchen, um zu selbstbewussten und selbstständigen Individuen heranzuwachsen. Denn das ist es, was ich mir für sie wünsche.

Aber man sollte sich selbst nicht vergessen!

Allerdings habe ich (schmerzhaft) lernen müssen, dass ich bei all der Fürsorge für meine Kinder auch an mich selbst und meine Bedürfnisse denken muss! Viel zu lange habe ich mich selbst hintenangestellt und war immer darauf bedacht, dass es meiner Familie gut geht.

Ich schaffe mir am Tag kleine Ruhepausen für mich, gerne mit einer leckeren Tasse Kaffee.

Aber Mama sein bedeutet eben auch, auf sich selbst zu achten, denn nur wenn es mir gut geht, geht es auch meinen Kindern gut. Ich habe also ihre UND meine eigenen Bedürfnisse im Blick. Damit wir gemeinsam stark sind und damit wir ein stabiles Fundament für unser gemeinsames Familienleben haben. Ich möchte authentisch sein und ihnen vorleben, dass es ungemein wichtig ist, sich auch um sich selbst zu kümmern. Das Selbstfürsorge genauso dazu gehört, wie die Fürsorge für andere Menschen. Dass ich nicht egoistisch bin, wenn ich auch an mich denke, sondern es eben auch in meiner Verantwortung liegt, dass es mir gut geht. Genauso wie ich darauf achte, dass es ihnen gut geht.

Egal was passiert, ich bin immer für sie da

Ich möchte meinen Kindern den Weg in ein selbstständiges, eigenverantwortliches und glückliches Leben ebnen. Dafür gebe ich tagtäglich mein Bestes – und das auch, wenn ich mal genervt, sauer oder laut ihnen gegenüber bin. Auch wenn ich ab und an gerne mal ohne meine Kinder unterwegs bin und das sogar mal für ein paar Tage. Ich bin trotzdem eine gute Mutter!

Ich möchte ihr Fels in der Brandung sein. Zu mir sollen sie immer kommen können, mit ihren Sorgen, Ängsten und ihrer Freude, mit allem was sie auf dem Herzen haben. So haben es mir meine Eltern mit auf meinen Lebensweg gegeben und genauso möchte ich es an meine Kinder weitergeben. Ich bin immer für sie da, wenn sie mich brauchen! Denn das ist Mutterschaft für mich, mit all der Freude aber auch dem Schmerz, der dazu gehört.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.