Daniel, my love: Der Traum vom großen Bloggen?|PP

Als ich im Frühjahr 2015 meinen ersten Blogartikel schrieb und veröffentlichte, verfolgte ich keinen großen Plan damit. Ich war zwar ziemlich frisch schwanger mit Zwillingen, aber fühlte mich alles andere als frisch. Ich war nervös, aufgeregt, hatte Angst und freute mich. Ich war alles auf einmal, und ich fand selbst so herzlich wenige Texte und Blogs, die mich ansprachen [Danke, an Kerstin und das Chaos sowie Einer schreit immer für Authentizität, Witz und Ermutigung, ihr seid Zwillingsmama-Leuchttürme].

Meine eigenen Regeln

Ich musste mich mitteilen und ich teilte mich mit. Ich bin Printredakteurin und im täglichen Nachrichtengeschäft gibt es ziemlich genaue inhaltliche und sprachliche Vorgaben. Selbst bei großer Kreativitätsbefürwortung seitens der Chefredaktion existieren in dem Geschäft einfach gewisse Grenzen. Die gab es auf meinem Mamablog plötzlich nicht mehr.

Ich bestimmte und bestimme die Themen, die Inhalte, die Formulierungen und Zeitplan. Das macht mir bis heute riesigen Spaß und wer mir in den sozialen Netzwerken folgt oder den Doppelkinder-Podcast hört weiß, dass ich keine Angst vor Authentizität habe. Außerdem fürchte ich mich nicht davor, Neues auszuprobieren und mich notfalls mittels Youtube und Google durchzuwurschteln.

Bloggerin bei der Arbeit Apple Mac book zum Bloggen
Ich bin meine eigene Redaktion.

Mit jedem Blogartikel und jedem Posting bei Facebook und Instagram wuchs der Austausch mit meinem Lesern und anderen Bloggern, die ja auch – man mag es kaum glauben – Leser sind. Ich entdeckte, dass Bloggen keine Einbahnstraße ist. Dass ich Text rausschicke in die Welt und sie mir wie elektronische Brieftauben Nachrichten zurückbringen. Nachrichten, die mich ermutigen, weil ich augenscheinlich nicht allein mit kleinen Zwillingen mitten im Chaos des Familienalltags stecke. Nachrichten, die mir Dankbarkeit und Zuspruch direkt ins Herz legten, wenn ich durch sie beispeilsweise erfahren durfte, dass ich einer anderen verzweifelten Mama da draußen gerade mit Ehrlichkeit, Ironie und Witz den Tag gerettet hatte.

Keinen Plan von Zahlen

Mit Zahlen und Statistiken des Blog kannte ich mich offengestanden bis vor relativ kurzer Zeit beschämenswert schlecht aus. Weil es einfach nicht darum ging und geht. Die meisten Kooperationsanfragen von Unternehmen habe ich abgelehnt, weil sie entweder ziemlich unseriös waren oder meiner Meinung nach nicht zum Blog passten. Und weil ich schlichtweg kaum Zeit dafür hatte, bevor die Jungs zur Tagesmutter gingen. Ich möchte zudem kein schwerpunktmäßiger Werbekanal sein. Nach wie vor.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein hutzeliges kleines, semiprivates Instagram-Profil zu wachsen begann. Ich persönlich dachte ja früher, Instagram sei eine App, mit der man Bilder bearbeiten kann. Zumindest so in etwa. Während der Schwangerschaft lernte ich Texte und Social-Media-Posts unterschiedlichster Blogger immer mehr schätzen.

Inhalte, die mich weiterbringen

Denn ich entdeckte, dass das da draußen im Internet keine Versammlung von Schicksen vor sich hin tippt, die Klamotten, Kindersitze oder Schmuck hinterhergeworfen bekommen. Sondern dass es ganz viele Inhalte gibt, die mich persönlich weiterbringen. Indem ich ihnen Tipps für das Leben mit Zwillingen entnehme oder mich einfach besser fühle, weil ich weiß, dass es woanders auch so läuft: oft rückwärts und bergab, aber es läuft.

Daniel Wellington Canon Kamera Fotografin Bloggerin Blogger Tattoo
Schöne Blogosphäre mit Schattenseiten.

Das ganze hat auch seine Schattenseiten. Insbesondere Instagram ist ja eine sehr bildmächtige Plattform. Wenn wir uns den halben Tag über reinziehen, wie schnieke es in anderer Leute Wohnungen (angeblich) aussieht, finden wir unsere Möhrenstampf-verklebte Bude plötzlich ziemlich liederlich und deprimierend.

Zwischen Internet und Milchbar

So saß ich zuweilen noch Zwillinge stillend an meinem Smartphone und staunte nicht schlecht, dass es dort Menschen gab, die einfach so die scheinbar großartigsten Dinge bekamen. Umsonst! Einfach, weil so und so viele Leute ihre Scheinwelt toll finden. Unfassbar! Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass ich so etwas jemals erreichen würde. Schließlich betrieb ich ein kleines Profil und ein kleines Blöggelein. Hauptsächlich diente ich als Muttermilchmonopol und Hüpfball für meine Kinder.

Ich war voller Ehrfurcht und auch ein bisschen voller Sehnsucht nach ähnlichen Privilegien – ganz ehrlich! Weil Social Media aber auch ein bisschen schäbig machen kann, war ich zudem zuweilen aber auch schlichtweg neidisch. Warum in drei Teufels Namen schickte mir niemand mal eine Daniel-Wellington-Uhr für lau nach Hause, und das einzige, das ich dafür tun muss, ist, mich damit gelangweilt auf einem Lammfell zu rekeln?!

Zu klein für die Großen

Ich kannte die Antwort: Weil ich nicht genug Follower für die großen Fische hatte. Eine edle Uhr aus der Zusammenarbeit mit einem namhaften Unternehmen am Handgelenk zu tragen, erschien mir total erstrebenswert – warum auch immer. Und ebenso unerreichbar.

Schreiben hilft Texterin bei der Arbeit Tastatur Mac book
Wenn ich schreibe bin ich.

Wie viel sich seitdem – insbesondere an meiner Haltung zum Bloggen – verändert hat, wurde mir bewusst, als ich vor ein paar Wochen eine Email von Daniel Wellington mit der Bitte um Zusammenarbeit bekommen habe. Ich musste erstmal schallend lachen. Ich hatte total vergessen, wie toll ich das einst gefunden hätte. Schließlich hätte es in gewisser Weise Anerkennung bedeutet. Und bei allem, was Menschen tun, geht es nicht zu letzt auch immer um diese. Das ist nichts verwerfliches, sondern in unsere Natur hinein programmiert.

Worum es eigentlich geht

Doch als ich das Angebot bekam, wurde mir eines sehr bewusst: Sowohl auf dem Blog als auch bei Facebook oder eben dem Bilderkanal Instagram steht für mich noch stärker als jemals zuvor der Austausch im Fokus. Ich kann mich nach wie vor mitteilen, ich mache Mut und bekomme ihn tonnenweise zurückgeschenkt. Meine Leser und ich lachen gemeinsam über das Chaos, in das wir dank Kindern hineingeraten sind.

Ich möchte, dass das so bleibt. Und das das noch viel stärker wird. Denn jede einzelne Mama, die meine Texte liest, macht einen riesigen Job. Den Job ihres Lebens. Und das soll sie wissen und fühlen. DAS ist mir wichtig. Mir geht das Herz auf, wenn ich lese, dass einer meiner Texte oder Podcasts auch nur einem einzigen Menschen etwas gebracht hat. Dann sind wir nämlich schon zu zweit.

Etwas weitergeben

Ich mag es, mit dem was ich kann und liebe anderen Menschen die Mundwinkel nach oben zu biegen. Oder zumindest daran mitzuwirken, dass sie nicht noch weiter nach unten sacken. Ich freue mich, wenn ich das ganz oft tun kann. Und zeitweilige Werbekooperationen ermöglichen mir das. Zumal ich super gerne einen Großteil der Dinge, die ihren Weg zu mir finden, weitergebe, indem ich sie verlose. Weil ich Bock darauf habe.

Wie viel Arbeit dahinter steckt, „mal eben“ ein Foto mit einer Uhr am Handgelenk zu posten oder ein paar flotte Zeilen zu einem Produkt zu tippen, weiß ich heute. Zumindest für mich ist das so. Weil ich immer Wert darauf lege, gute Inhalte zu liefern und nicht nur leeres Blabla. Egal, ob es sich um Werbung oder einen stinknormalen Blogtext handelt.

Kann nicht jeder tun, was er möchte?

Ich bin in sofern privilegiert, als dass ich das tun kann, was ich liebe und gut kann. Aber das kann jeder tun. Jeder kann genau das tun, was ich tue: Sein Herz in die Hand nehmen und loslegen. Womit und wofür auch immer. Ich freue mich darüber, wenn sich die Angelegenheit hier trägt. Denn sie ist mehr als nur ein Hobby, sie ist gleich nach den Zwillbos mein liebstes Baby.

Deshalb gibt es hier auch keine mistigen Kampagnen. Deshalb trage ich nun eine Uhr am Handgelenk, die mir sehr gefällt. Und sie hat für mich vor allem folgende Botschaften: Unterschätze niemals deine Träume und deine Fähigkeiten. Schäm dich nicht für das was du kannst. Und: Am Ende kommt es anders als du denkst.

Die Uhr teilt mir Wichtiges mit

Diese Uhr sagt mir nicht einfach nur jeden Tag, wie spät es ist. Sie bringt mich zum Grinsen. Dabei spielt es gar nicht so eine große Rolle, dass sie jetzt da ist. Sondern dass sie mich daran erinnert, was in meinem bisherigen Blogger-Dasein das WIRKLICH Wichtige, das Unersetzliche, das Wesentliche ist. Und das ist jeder einzelne Mensch, mit dem ich seit Anno Doppelkinder in irgendeiner Art und Weise in Kontakt gestanden habe und stehe.

Geschenkset Winter weinachten Daniel Wellington Uhr Armbanduhr
Eine Uhr, die mir mehr sagt als nur die Uhrzeit.

Ich freue mich über die Uhr! Wirklich! Sie ist ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk vom Universum für mich. Aber das was zählt, ist jedes einzelne Wort, das seit Bestehen dieses Blogs und seiner Social-Media-Kanäle zu mir zurückgekommen ist. Danke dafür!!!

Was ich über Werbung denke

…Man kann von Werbung und sponsored Posts halten was man möchte. Meine Einstellung dazu ist mittlerweile folgende: Sie ermöglichen es mir, hier einen guten Job zu machen, zu schreiben, Menschen an unserem Leben teilhaben zu lassen und den Austausch zu pflegen, eine Plattform zu schaffen, auf der Eltern einander unverstellt begegnen können und weiterzugeben, was für mich hilfreich ist und wie wir unseren Alltag organisiert bekommen.

Ich habe es deshalb kein halbes Jahr in einer PR-Agentur ausgehalten, weil es mir zutiefst zuwider war, Dinge anzupreisen, die ich entweder doof fand oder von denen ich nicht überzeugt war. Ich bin Journalistin. Nicht von Beruf sondern aus tiefstem Herzen heraus. Wenn ich also irgendetwas teste und bewerbe, dann ohne Schmu. Versprochen.

PS: Daniel Wellington bezahlt mich nicht für diesen Text oder meine Instagram-Posts. Ich freue mich über das Kollaborationsangebot als Wertschätzung meiner Arbeit. Meine Meinung bleibt davon unangetastet. Der Text enthält Produktplatzierungen in Form von Bildern. Die eigentliche Kampagne dazu läuft  bei Instagram.

Mit dem Promotionscode „doppelkinder“ erhältst du 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment von Daniel Wellington. Zudem gibt es noch bis zum Jahresende eine extra Weihnachstsaktion, bei der unterschiedliche Geschenksets um 10 Prozent reduziert sind. Beide Rabatte sind kombinierbar. Versand und Rücksendung sind im Rahmen der Aktion kostenlos.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ganz deiner Meinung! :*

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  2. Bella sagt:

    Die gleichen Gedanken, der gleiche Wunsch nach dieser dämlichen Uhr und die gleiche Entwicklung habe ich auch durch. Und ich mag deinen Blog, deine Einstellung, deine Bilder. Ob mit Uhr oder ohne. hey, diese Uhr wäre trotzdem noch fein. Aber vielleicht kaufe ich sie mir auch einfach. LG Bella

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    1. doppelkinder sagt:

      Na, wart‘ mal ab, manchmal kommt sie Uhr ganz unverhofft von ganz allein. Fühl dich umarmt, liebe Bella!

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  3. Sarah sagt:

    Ich habe jetzt auch eine DW Uhr, allerdings wollte ich gar keine. In Ermangelung von Geburtstagsgeschenkideen (das Schicksal wollte es, dass ich Anfang Januar geboren wurde) zog mein Mann durch meine Lieblingsblogs und stellte fest, dass diese Uhr offenbar häufig angepriesen wird und war ganz angetan. Dazu habe ich noch ein Nähbuch bekommen (ich habe noch nie etwas genäht und besitze auch keine Nähmaschine) und einen Sodastream 😂. Grundsätzlich finde ich das auch vollkommen in Ordnung wenn so klasse Blogger wie du von Firmen unterstützt werden. Vielleicht gewöhne ich mich auch noch an die Uhr, aber jetzt mal ehrlich der Armreif dazu ist jawohl voll unbequem, oder 😊? Liebe Grüße von Sarah (mit drei unter dress)

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    1. doppelkinder sagt:

      Ooooh, ich danke dir für das tolle Kompliment!!! Und ich freu mich, dass wir Uhrenschwestern sind 😀 Den Armreifen trage ich ehrlich gesagt auch kaum, ist mir zu viel Geklimpere. Ich hoffe, du und deine Uhr werdet noch dicke Freunde! Sei ganz lieb gegrüßt und alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

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