Bloggen mit Baby – so kann es laufen

Möchtet ihr mal wissen, wie ich momentan blogge? Die Frage ist natürlich rhetorischer Natur, denn ich werde es euch in der Folge erklären. In diesem Moment etw, stehe ich in unserem Wohnzimmer, habe ein Kind umgebunden, das andere liegt in der Federwiege. Ich selbst wiege mich hin und her und tippe alle paar Minuten das Baby-Jojo an, damit der Erstgeborene darin weiterschläft. Den Artikel tippe ich auf meinem Smartphone, das mir momentan die Redaktion, den Rechner und die Kamera ersetzt.

Baby schläft schlecht

Zwischendurch nehme ich nochmal eine Nase Babyduft aus der Trage – eigentlich der totale Thrill, denn Sohn 2 schläft seit Tagen so leicht, dass ihn wohl der Wimpernschlag eines Schmetterlings wecken würde. Wie gut, dass es Winter ist und nur 4.876 andere Möglichkeiten in frage kommen, das Kind aus dem Traumland in die harte Realität zu befördern, wo seine müde Mutter auf ihn wartet.

Tippen, wiegen, wippen, Selfie knipsen.

Während ich tippe [und wiege und wippe] muss ich mich immer wieder selbst daran erinnern, zu atmen. Also, tief genug zu atmen. Denn wenn ich ein paar kostbare Minuten habe, während derer beide Zwillbos gleichzeitig schlafen und ich eine Hand frei habe, dann will ich so sehr gerne [Anmerkung der Redaktion: Das Stillen zweier Kinder schlägt sich auf die Intelligenz der Mutter und damit auch auf ihr Sprachvermögen nieder] mal einen Beitrag in einem Rutsch schreiben, dass ich vor Aufregung ganz flach atme – als ob es dann schneller ginge…

Unterwegs tippen

Manchmal tippe ich auch, während ein Kind in meinem Arm schläft oder abends im dunklen Schlafzimmer, wenn wir es geschafft haben, beide Babys im Ruhemodus auf die Matratze zu bannen, und ich einfach zu müde bin, wieder aufzustehen. Zuweilen kann ich auch Textfragmente am Kinderwagenlenker tippen. Das ist allerdings gefährlich mit einer Zwillingskarre, da die Gefahr, Senioren, Dackel, Senioren mit Dackel oder schnöde Pöller umzufahren damit doppelt so groß ist [ich denke über einen Wildschweinfänger nach, so ein Teil, das den Kühlergrill eines jeden Jägers schmückt, der etwas auf sich hält].

Außerdem ernten Mütter, die während des Spaziergangs auf ihr Smartphone einhacken, anstatt mit von Liebe verschleierten Augen ihre Brut anzuschauen, gerne mal vernichtende Blicke. Smartphone am Kinderwagen ist gesellschaftlich fast so geächtet wie Kippe auf dem Kinderspielplatz – wobei ich Letztere dort auch nicht so gerne sehe. Es sind auch schon Blogbeiträge während des Stillens entstanden. All zu plastische Details behalte ich aber lieber für mich.

 

 

13 Comments

  1. Liebe Julia, lieber Johannes,
    wir freuen uns mit euch über die gute Entwicklung eurer Zwillbos.
    Weihnachten wird dieses Mal sicher anders aber wunderschön mit dem Doppelgeschenk neben dem Tannenbaum (wenn der denn überhaupt Platz hat..🌲)
    Eine schöne Adventwoche und alles Liebe aus dem Norden
    Esther und Klaus

  2. was? bei dir gucken die leute auch immer blöd wenn du auf das handy guckst und fährst. naja wie singen die ärzte….lass die leute reden und höre ihnen nicht zu.

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